Die Höhe vom Eigenkapital für das Haus

Eigenheim
nattanan23 / Pixabay

Das eigene Haus, keine Rechenschaft bei Veränderungen ablegen und mal der eigene Herr sein. Gründe für die eigenen vier Wände gibt es viele. Auch wenn Eigentumswohnungen ebenfalls beliebt sind gibt es für viele doch nichts, was mehr als ein eigenes Haus gewünscht wird. Doch vor dem Kauf von einem schlüsselfertigen Haus oder dem Baubeginn für das eigene Haus gibt es in vielen Fällen ein größeres Problem. Dieses lautet Geld oder vielmehr Eigenkapital und eine Finanzierung für das Haus. Denn im Normalfall wird beides benötigt, da nur wenige neue Hausbesitzer ganz ohne einen Kredit auskommen. Mit den entsprechenden Sicherheiten ist es zumindest in Deutschland gar nicht so schwer, einen passenden Kredit mit den richtigen Zinsen zu bekommen.

Doch was ist mit dem Eigenkapital? Wie und in welcher Zeit wird es am besten angespart und vor allem: Wie hoch muss das Eigenkapital beim Kauf sein? Diese Fragen sind schließlich bei einem Hauskauf von großer Bedeutung. Sonst kann es schnell passieren, dass der aufgenommene Kredit schon ein wenig zu hoch ist und später zu gewissen Schwierigkeiten beim Bezahlen führt. Fest steht: Mit der richtigen Sicherheit geht es natürlich auch mit sehr wenig Eigenkapital. Unbedingt zu empfehlen ist das allerdings nicht. Ein wenig Sparen steht damit am besten frühzeitig auf dem Plan, damit es auch wirklich mit dem zukünftigen Traumhaus funktioniert.

Kriterien für die richtige Höhe beim Eigenkapital

Eigenkapital
3dman_eu / Pixabay

Durchschnittlich wird angenommen, dass rund 20 bis 30 Prozent der Kosten für den Hauskauf als Eigenkapital vorhanden sein sollten. Unter dieser Summe vergeben die Banken die Kredite auch nur unter bestimmen Voraussetzungen. Diese benötigte Summe kann privat, mit einem Bausparvertrag, mit vermögenswirksamen Leistungen oder auch durch klug angelegte Aktien erspart werden. Eine Erbschaft stellt ebenfalls eine Möglichkeit für die Beschaffung vom Eigenkapital in ausreichender Höhe dar. Im Normalfall ist ein Eigenkapital in Höhe von mindestens 20 Prozent auch gar nicht so wenig. Angenommen das Traumhaus kostet 200.000 Euro oder für den Bau des Hauses wird eine solche Summe benötigt. Die Höhe vom Eigenkapital sollte dann mindestens 40.000 bis 60.000 Euro betragen. Ein noch etwas höheres Eigenkapital schadet natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Kostet das Haus zum Beispiel nur 100.000 Euro – was wohl in vielen Regionen nicht möglich ist – sollten mindestens 20.000 Euro vorhanden sein. In jedem Fall ersparen zukünftige Hausbesitzer sich durch ein Eigenkapital in ausreichender Höhe viele Probleme beim Kreditantrag bei der Bank.

Eine Finanzierung zu 100 Prozent ist ebenfalls bei einigen Banken möglich. Diese ist aber wirklich nur in Ausnahmen zu empfehlen. Zu beachten ist, dass es je nach persönlicher Möglichkeit schon lange bis zum Aufbau des Eigenkapitals in der erforderlichen Höhe dauern kann. Das gilt vor allem in den aktuellen Zeiten mit sehr niedrigen Zinsen. So bringt die Anlage auf einem Tagesgeldkonto heute im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht einmal mehr genug Zinsen zum Ausgleich der Inflation. Diese Faktoren sollten beim Sparen ebenfalls beachtet werden. Wer früh genug mit dem Sparen beginnt, wird so beim gewünschten Zeitpunkt genug Eigenkapital zum Kauf vom Traumhaus haben. Eine andere Möglichkeit stellt ein sehr schnelles Sparen des Eigenkapitals bei einem hohen Gehalt oder bei Sonderzahlungen dar.

Die Bedeutung vom Eigenkapital beim Hauskauf

Ratenzahlung
geralt / Pixabay

Im ersten Moment erscheinen die Raten für die Kredite oft sehr günstig. Dabei darf allerdings nie vergessen werden, dass diese monatlichen Raten nicht die einzige finanzielle Belastung im Monat darstellen. Strom, Wasser und weitere Nebenkosten können sich stark summieren. Die monatliche Kreditrate stellt somit keine Warmmiete dar, sondern mehr eine Art Kaltmiete. Zumindest kann so der Vergleich zu einer Mietwohnung gezogen werden. Aufzupassen ist daher bei zu hohen Krediten, die entweder eine zu hohe monatliche Belastung einfordern. Oder die sogar im Rentenalter noch abbezahlt werden müssen. Das wäre nämlich fatal und wird von vielen frischgebackenen Hausbesitzern oft gar nicht so einkalkuliert. Die einzige Möglichkeit für einen Kredit, der nicht zu lange abbezahlt werden muss und auch nicht zu teuer im Monat ist, stellt damit das Eigenkapital dar. Ein ausreichend hohes Eigenkapital dient den Banken als eine Art Sicherheit und verringert den aufzunehmenden Kredit zum Teil erheblich. Natürlich sollten die gesamten Kosten für das Haus ebenfalls dazu passen – ein zu teures Haus führt ebenfalls zu Schwierigkeiten. Die Bedeutung vom Eigenkapital in ausreichender Höhe ist damit bei jedem Hauskauf enorm und nicht zu unterschätzen.

Schreibe einen Kommentar